Pfarrgemeinde St. Martin Zorneding

Sie sind hier:  Startseite > Erwachsene > Erwachsenenbildung > Klimawandel und Gerechtigkeit

Kirchenmusik

Pressebericht zur KBW-Auftaktveranstaltung:

Klimawandel und Gerechtigkeit – Vom Wissen zum Handeln 

Dienstag,19. Oktober 2010  20:00 Uhr 

Zorneding, Kath. Pfarrheim – Martinstadl, Ingelsberger Weg 

Mehr als 70 Interessierte kamen am Dienstagabend in den Martinstadl zur Auftaktveranstaltung des kath. Kreisbildungswerk Ebersberg nach Zorneding, um über die Ergebnisse der im September veröffentlichten Studie„Global, aber Gerecht -  Klimawandel bekämpfen, Entwicklung ermöglichen“ des renommierten Potsdamer Instituts für Klimaforschung und des Instituts für Gesellschaftspolitik München Näheres zu erfahren und zu diskutieren. 

Bei der Vorstellung der Studie machte Michael Reder, einer der vier leitenden Autoren, deutlich, dass die derzeitigen politischen Anstrengungen  nicht annähernd ausreichten, um angemessene Antworten auf die großen Herausforderungen zu geben. So habe zum einen, so der Referent weiter, die Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Kopenhagen im Dezember 2009 nicht den notwendigen Durchbruch gebracht, denn  dort wäre das erhoffte globale Abkommen zur weltweiten Reduktion von Treibhausgas-Emissionen nicht zustande gekommen. Zum anderen  wäre es nicht zu einer Einigung gekommen, wie die Entwicklungsländer in ihrer Anpassung an den unvermeidlichen Klimawandel finanziell unterstützt werden sollten. Reder sagte: „Bei der Armutsbekämpfung sind zwar begrenzte Fortschritte zu verzeichnen, aber  in vielen Ländern, besonders in Afrika ist die Zahl der extrem Armen, die mit 1,25 US-Dollar am Tag auskommen müssen, weiter gestiegen.“   Es sei somit schon jetzt absehbar, so der Reder weiter, dass das in der Millenniumserklärung der Vereinten Nationen verkündete Ziel, den Anteil der Menschen, die weltweit unter dieser Grenze leben müssen, bis zum 2015 zu halbieren, nicht überall erreicht  werde. Reder sagte voraus: „ Es ist sogar davon auszugehen, dass die Armut steigt, wovon insbesondere Afrika, die Inseln im Pazifischen Ozean und die Flußdeltas in Afrika und Ostasien betroffen sind.  Wir müssen, um dem etwas entgegenzusetzen, den Klimawandel bekämpfen und Entwicklung ermöglichen.“ Michael Reder stellte in seinem Referat drei grundlegende Forderungen auf: Klimawandel so begrenzen, dass zukünftige Folgen noch zu bewältigen sind, dies geht nur durch Emissionsminderung. Alle Menschen befähigen, sich an die unvermeidbaren Klimafolgen anpassen zu können und drittens Maßnahmen ergreifen, die Arme in eigenständiger Entwicklung unterstützen und strukturelle globale Ungerechtigkeit abbauen. 

Für das Erreichen des Zwei-Gradziels bei der Begrenzung der Erderwärmung sei, so führte Reder aus,  ein Energiemix notwendig, wobei aber die Kernenergie für den Klimaschutz nur ein geringes Potenzial habe. Dem Klimaschutz komme, so der Referent weiter,  ein wichtiger Beitrag zur Armutsbekämpfung zu, deshalb müsse die Klima- und Entwicklungspolitik eng miteinander verbunden werden. „Die Energiepolitik ist ein zentraler Stellhebel beim Klimawandel und der Armutsbekämpfung. Die Armen vor Ort müssen im Zentrum stehen als Partner für Lösungen zum Klimawandel“, mahnte Michael Reder.  In der anschließenden Podiumsdiskussion wies Olaf Rautenberg, Sprecher des Landkreis-Agenda 21- Arbeitskreises „Energie und Ressourcen“, darauf hin, dass man die Ursachen des Klimawandels bekämpfen müsse und dessen Hauptursache sei der ungebremste Energieverbrauch in den reichen Industrienationen. Man müsse, so Rautenberg weiter,  dem etwas entgegensetzen. Dass dies auch möglich ist, bewies der Kreisvorsitzende des BUND damit, dass durch die Arbeit des Arbeitskreises im Verlauf der vergangenen Jahre über zwanzig Bürgersolarkraftwerke im Landkreis Ebersberg entstanden sind. Rautenberg mahnte aber auch an, dass die reichen Länder die Vorreiterrolle übernehmen müssten, denn ihre Verhaltensweisen würden von den Entwicklungsländern und aufstrebenden Industrienationen aufmerksam beobachtet. „Wenn wir im Klimaschutz nachlassen, dann werden auch die anderen sich nicht mehr darum kümmern“, sagte Rautenberg. Auch Thomas Loster, Geschäftsführer der Münchener Rück Stiftung, neben dem Hilfswerk Misereor der zweite Auftraggeber der Studie, ermunterte die Anwesenden, in ihren Bestrebungen und Bemühungen auf keinen Fall nachzulassen und zeigte auf,  dass die Welt schon mehrmals  bewiesen habe, dass ein Wandel möglich sei. So erinnerte Loster an die schnelle Reaktion von Seiten der Politik und Wirtschaft auf die Gefahren durch die FCKW-Gase. Loster weiter: „Innerhalb kürzester Zeit hat man sich in nahezu allen Industrienationen dazu entschlossen, diese für die Ozonschicht schädlichen  Gase zu bannen.“ Als weiteres Beispiel, dass Wandel machbar sei, wenn man nur wolle, nannte er die nahezu problemlose Einführung des Katalysators. Man solle nicht pessimistisch in die Zukunft schauen, so Loster weiter, sondern Vertrauen entwickeln, dass es Lösung gebe und der Kraft der Veränderung trauen. Olaf Rautenberg ergänzte die Aussage mit einem Zitat des ersten israelischen Ministerpräsidenten Ben Gurion: „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.“ 

 

Willkommen!

Hier erfahren Sie jede Woche Neues aus unserer Pfarrgemeinde. Wir schauen aber auch über unseren Tellerrand und bringen (zur Unterscheidung in dieser kleinerer Schrift) Nachrichten, die aus der Sicht der Internetredaktion lesenswert sind. Wir freuen uns über Ihre (auch kritischen) Anregungen oder Rückmeldungen: redaktion@st-martin-zorneding.de.


mit einem Klick zu:

Seelsorgeteam/Pfarrbüro


Pfarrjugend


Trauerfall - was tun?


Kindergärten


Erwachsenenbildung 


Schola St.Martin


Zitat der Woche

“Wir sind Kirche” nahm als internationale Bewegung, die auf der ganzen Welt vertreten ist, an dem Dritten Welttreffen der Sozialen Bewegungen in Rom teil. Bei einer Audienz hielt der Papst  eine eindringliche Ansprache:

Er warnte vor der Herrschaft des Geldes, das mit einer „Geißel der Angst, Ungleichheit und wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und militärischer Gewalt“ herrsche und die „immer mehr Gewalt in einer Abwärts- spirale hervorbringt, die nie zu enden scheint“. Der Papst ermunterte die Organisationen, dass sie aufgerufen seien, Demokratie, die sich in einer ernsten Krise befindet „wieder zu beleben und wieder neu zu errichten“.

 

mehr davon? Hier gehts zum Archiv


Aktueller Pfarrbrief:

Titelbild des Pfarrbriefs


PGR-Protokolle 


evang.Partnergemeinde


unabh. Nachrichtenportal kath.de


Radio Horeb

Diese beiden Links haben sich beklagt, dass sie so eng nebeneinander stehen. Deshalb ist jetzt ein wenig Text dazwischen :)

Volksbewegung 'Wir sind Kirche'


Gemeindeinitiative


Initiative Münchner Kreis


Glaubens-Update (KBW)


Theo.Logik (BR2)


Münchner Kirchenradio


Katholische Kirche


IMPRESSUM


Gefällt Ihnen diese Seite? Dann empfehlen Sie uns weiter in Ihren sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter! Oder "liken" Sie unsere Facebook-Seite und erfahren Sie Neues aus der Pfarrgemeinde.

 

Powered by CMSimple| Template: ge-webdesign.de| html| css| Login