Bewahrung der Schöpfung


right2water: Wasser ist ein Öffentliches Gut, keine Handelsware

Foto: Wasser ist MenschenrechtMenschen aus 7 europäischen Staaten haben eine europäische Bürgerinitiative gestartet, die bereits über 1 Mio. Unterschriften bekam. Es geht um eine funktionierende Wasser- und Abwasserwirtschaft als existenzsichernde öffentliche Dienstleistung für alle Menschen. Die Versorgung mit Trinkwasser und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen soll nicht den Binnenmarktregeln unterworfen werden. Der Sachausschuss Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit empfiehlt, hier zu unterschreiben.


Regen, Hochwasser und Hitze: Wir Menschen sind schuld

Foto von  Franz Alt Wir blasen jeden Tag 150 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre. Deshalb hat die Erde Fieber und steckt uns Menschen damit an, die Wetterextreme werden häufiger. Und niemand kann sagen, er oder sie habe nichts gewusst: Drei "Jahrhunderthochwasser" in elf Jahren, punktuell bis zu 400 l Niederschlag in nur 4 Tagen, immer zahlreichere Hitzerekorde sind nur ein Vorgeschmack des Klimawandels, dessen gefährliche Folgen uns und unseren Kindern bevorstehen. "Aber in diesen wetterverrückten Tagen thematisiert kaum ein Politiker und kaum ein Journalist diese offensichtlichen Zusammenhänge zwischen Wetterextremen und dem Klimawandel, den 'Naturkatastrophen' und unserem Energieverhalten." Was muss noch passieren, damit wir aufwachen? Lesen Sie den flammenden Appell von Franz Alt vom 13.06.2013. Lasst uns gemeinsam etwas dagegen tun. Ihr Sachausschuss Schöpfungsbewahrung und Gerechtigkeit


Papst Franziskus: Lasst uns Hüter der Schöpfung sein!

Der neue PapstAuszüge aus der Predigt des Papstes zu seiner Amtseinführung: "Hüten wir Christus in unserem Leben, um die anderen zu behüten, um die Schöpfung zu bewahren! (...) Alle Verantwortungsträger auf wirtschaftlichem, politischem und sozialem Gebiet, alle Männer und Frauen guten Willens möchte ich herzlich bitten: Lasst uns "Hüter" der Schöpfung, des in die Natur hineingelegten Planes Gottes sein, Hüter des anderen, der Umwelt; lassen wir nicht zu, dass Zeichen der Zerstörung und des Todes den Weg dieser, unserer Welt begleiten! Doch um zu "behüten", müssen wir auch auf uns selber Acht geben! Erinnern wir uns dran, dass Hass Neid und Hochmut das Leben verunreinigen! (...) Die Schöpfung zu bewahren, jeden Mann und jede Frau zu behüten mit einem Blick voller Zärtlichkeit und Liebe, bedeutet, den Horizont der Hoffnung zu öffnen, bedeutet, all die Wolken aufzureißen für einen Lichtstrahl, bedeutet, die Wärme der Hoffnung zu bringen...(19.03.2013).


Rückschau 20.11.2012 Kinoabend "Kein Zuhause- einfach kein Zuhause"

Filmszene aus I broke my futureDer Sachausschuss 'Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit' hat eingeladen zum Kino in den Martinstadl: Wir zeigten den Dokumentarfilm "I Broke My Future - Paradies Europa" von Carla Gunnesch (80 Min, FSK 12). Der Film begleitet vier junge afrikanische Männer in Berlin auf ihrem Weg durch die ernüchternde bundesdeutsche Wirklichkeit und erreicht ein tieferes Verständnis der Gedanken und Gefühle von Asylbewerbern. Aus der Reihe „dieGesellschafter.de“ der Aktion Mensch. "gehört zu den Perlen des Filmfestivals" (Tagesspiegel), "Country Medal for the best German production" (Erasmus Euro Media Award). www.ibrokemyfuture.de Beginn 20 Uhr - Eintritt frei -


Auf Kosten anderer: Misereor-Bischof Thissen fordert Fleischverzicht

Foto von SchweinenJeder achte Mensch hungert, und unser Fleischkonsum trägt dazu bei: Die 60 Mio. Schweine in Deutschland fressen Soja, das aus der Südhalbkugel importiert wird. "Die Flächen, die wir im Süden für den Sojaanbau nutzen, führen zur Verdrängung bäuerlicher Familienbetriebe." "Wir müssen uns bewusst werden, dass unser Konsumverhalten auf Kosten anderer Menschen und unserer Umwelt geht", meint Hamburgs Erzbischof Werner Thissen, der für das katholische Hilfswerk Misereor zuständig ist. Er rät uns, weniger Fleisch zu essen als die in Deutschland üblichen 100 kg pro Kopf und Jahr (Weiterlesen bei domradio 9.10.2012)


Martinstadl wird mit LEDs beleuchtet

LEDs MartinstadlSeit August 2012 ist der große Saal mit LEDs beleuchtet: 16 Strahler a 18 W (also 288 W) statt der bisher 48 Halogenbirnen a 100 W (4,8 kW) sparen pro Stunde 4,5 kWh Strom ein, das sind pro Jahr ca. 4.000 kWh, so dass sich die Investition spätestens nach einem Jahr amortisiert hat. Der Sachausschuss Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit empfiehlt auch für Privathaushalte, Leuchten mit langen Betriebszeiten auf LEDs umzustellen.


 


Rückschau: „eat-in - Gscheid essen!“ am 23. Juni 2012

Foto vom Eat-In

Der Sachausschuss Schöpfungsbewahrung und Gerechtigkeit hatte eingeladen zu einem „eat-in“: Gemeinsam frühstücken - mit gutem Gewissen für Klima und Gerechtigkeit. Bei herrlichem Wetter kamen ca. 60 Personen, hier sehen Sie Fotos. Bei einem „eat-in“ treffen sich Menschen an einem öffentlichen Ort, um gemeinsam zu essen und gegen Fast-Food und ungerecht hergestellte Lebensmittel zu protestieren. Ein „eat-in“ ist eine Hommage an die Menschen, die Essen anbauen, herstellen, verkaufen und zubereiten und ein Aufruf an alle, aus ihren Autos zu steigen, bewusster einzukaufen und sich gemeinsam an den Tisch zu setzen. Weitere Infos...


Kleine, aber lohnende Schritte zur Bewahrung der Schöpfung

Logo ökologischDer Sachausschuss Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit informiert über erste Erfolge:
- Der Pfarrbrief wird ab der gerade erschienenen Osterausgabe auf umweltfreundlichem Papier gedruckt, das zu 80% aus Recyclingpapier hergestellt ist. Ersparnis für die Umwelt: 53 g * 2.600 (Auflage) * 80% * 4 Ausgaben/Jahr = 440 kg Papier. Da man mindestens 3 kg Holz braucht, um 1 kg Papier herzustellen, bedeutet das jährlich 1,3 t Holz oder ca. einen Baum!

- Im Foyer des Martinstadl leuchten die ersten LEDs: Wir haben (mit Unterstützung der Kirchenverwaltung) vier Strahler mit 8W-LED-Einsätzen ausgestattet, sodass dort statt 4x 300 W = 1,2 kW jetzt nur noch 24 W verbraucht werden! Ein Fluter ist noch mit Halogen ausgestattet, er soll kurzfristig mit einem Bewegungsmelder umgerüstet werden, so dass er nur leuchtet, wenn jemand durchgeht. Ersparnis alleine mit dieser kleinen Maßnahme: 1,2 kW x ca. 2h/Tag = 2,4 kWh * 365 /Jahr = 876 kWh, also 200 € Stromkosten oder 500 kg CO2 pro Jahr (konventionelle Stromerzeugung erzeugt im deutschen Strommix 600 g CO2 pro kWh)


aus dem Mannheimer Aufruf des ZdK: Mutig aufbrechen! (15.05.2012)

Ramadama-Aktionsfoto Gemeinsam mit immer mehr Menschen erkennen wir, dass wir mit unserer heutigen Art zu leben, zu konsumieren und zu produzieren in einer Sackgasse sind. Künftige Generationen werden die Kosten unseres Lebensstils mittragen müssen. Papst Benedikt XVI. hat bei seiner Rede im Bundestag auf die Bedeutung einer umfassenden "Ökologie des Lebens" hingewiesen, die den Schutz des menschlichen Lebens und der natürlichen Lebensgrundlagen einschließt. Was wir brauchen, ist der Aufbruch zu einer zukunftsfähigen Kultur, die den technisch-wissenschaftlichen Fortschritt für die Gestaltung der großen ökonomischen, ökologischen und sozialen Aufgaben unserer Zeit nutzt und die zugleich um ihre eigenen Grenzen weiß und zum Verzicht bereit ist.
Der Fortschritt braucht eine neue Richtung, eine neue Qualität. Nicht ein "Immer mehr", ein "Immer höher-schneller-weiter", sondern ein sparsamer, schonender Umgang mit den Gütern dieser Erde und eine sozial verträgliche Entwicklung muss unser Ziel sein. Orientierung auf diesem Weg geben uns die Prinzipien der Christlichen Gesellschaftslehre: Personalität, Solidarität und Subsidiarität sowie das Leitbild der Nachhaltigkeit. (aus der Erklärung zum Katholikentag 2012)


Rückschau: Ramadama-Aktion Zorneding, 24.3.2012

Ramadama-Aktionsfoto Der Sachausschuss Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit informiert: Die DAV Sektion Zorneding und der Bund Naturschutz organisierten wieder eine „Ramadama“ (Aufräum)-Aktion (Bericht von 2011). Mit Fahrrad, Handschuhen und Warnweste ausgerüstet sammelten die über 50 freiwilligen Helfer über 400 kg Plastikmüll und anderen Unrat von Wegrändern, Spielplätzen und Grünanlagen. Zur Belohnung gabs eine Brotzeit am Feuerwehrhaus... 



Papst: Bewahrung der Erde fordert Änderung des Lebensstils

Logo ökologischEin wirksamer Schutz der Erde erfordert nach den Worten von Papst Benedikt XVI. eine grundlegende Veränderung des Lebensstils. "Tatsächlich war es nie deutlicher, dass es keine Zukunft für die Menschheit auf der Erde gibt, wenn wir nicht alle einen Lebensstil ausbilden, der verantwortlicher mit der Schöpfung umgeht", sagte Benedikt XVI. am Montag im Vatikan. Wir seien eingeladen, wie Franz von Assisi "in der Natur ein wunderbares Buch zu erkennen, das von Gott, seiner Schönheit und Güte, spricht", sagte der Papst (28.11.2011 auf kathweb.at).



Papst fordert von uns einen Ressourcen-schonenden Lebensstil

Papst Benedikt XVI. Papst Benedikt XVI. hat Spekulationen auf Lebensmittelpreise verurteilt und die internationale Gemeinschaft zu konkreten Schritten im Kampf gegen den Hunger in der Welt aufgerufen. Lebensmittel würden vielfach als „beliebige Ware“ und Gegenstand von Spekulation betrachtet, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Botschaft des Papstes zum Welternährungstag 2011. Zu oft beschränkten sich auch die Reaktionen auf das Drama des Hungers in der Welt auf emotionale Anteilnahme. Der Papst rief die Bevölkerung in den westlichen Ländern zu einem bescheidenen und ressourcenschonenden Lebensstil auf. Bloße Absichterklärungen und Problemanalysen reichten nicht aus. Der Graben zwischen jenen, denen es am Notwendigsten fehle, und jenen, die über große Ressourcen verfügten, wachse stetig.(17.10.2011)


„Viele Bischöfe predigen Klimaschutz und haben Benzin im Blut“

Foto AuspuffAuch ein Thema der Glaubwürdigkeit der Kirchenleitung: Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert die Dienstwagen deutscher Bischöfe: Nur 4 von 46 untersuchten Dienstwagen entsprechen den Zielwerten der EU von 140 g CO2/km. Die umweltschädlichen Limousinen der Kirchenoberhäupter stehen im krassen Widerspruch zu den öffentlichen Appellen der Kirchen für mehr Klimaschutz (ganz zu schweigen von Jesu Armutsgebot). Unser Erzbischof Reinhard Marx gab der Umwelthilfe zwar keine Auskunft, sein 7er BMW stößt aber mindestens 180 g CO2/km aus. Zum Vergleich: Der erdgasbetriebene VW Touran der Präsidentin der Bremischen Evangelischen Kirche produziert nur 128 g CO2/km. „Wir fordern die deutschen Bischöfe auf, ihre Klimaschutzrhetorik auch für sich selbst ernst zu nehmen und aktiv zum Schutz des Klimas und damit zum Erhalt unseres Planeten beizutragen.“ sagte Umwelthilfe-Geschäftsführer Resch. Tabelle der Bischof-Autos, Weiterlesen... Zum Vergleich: Der Leiter ("Provinzialminister") der deutschen Franziskaner-Minoriten, Bruder Leo Beck, fährt einen VW-Polo.



Welt-Erschöpfungstag: Ab 27.09.2011 leben wir auf Pump

Wüste Schulden bei Mutter Erde: Unser Budget bei Mutter Erde ist aufgebraucht. Die weiteren Ressourcen, die in diesem Jahr verbraucht werden, können von der Erde nicht mehr erneuert werden. Der ökologische Welt-Erschöpfungstag, Gobal Overshoot Day, ist erreicht (Bericht der taz). Wir nutzen mehr von Äckern, Feldern, Wäldern, Tieren und aus den Fischgründen, als nachwachsen kann. Es ist jetzt schon mehr Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre und Müll auf den Kippen, als die Natur absorbieren kann. Die Bilanz ermittelt der Global Footprint Network, ein globaler Zusammenschluss nationaler Umweltschutzgruppen. Nach der Rechnung der Organisation Footprint Plattform bräuchten wir 1,5 Erden, um den weltweiten Ressourcenhunger zu stillen - Zeit zu Handeln!


Wirtschaftskrise: Pariser Kardinal ruft zu anderem Lebensstil auf

Bischof Vingt-TroisDer Pariser Kardinal André Vingt-Trois hat angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise zu einer grundlegenden Änderung des Lebensstils aufgerufen. "Wir müssen unser Konsumverhalten überdenken", sagte Vingt-Trois. Dabei gehe es um die Frage, welche Haltung die Menschen zu Geld oder zu einem auf ständiges Wachstum ausgelegten Wirtschaftssystem einnehmen sollten, so Vingt-Trois. Es stelle sich auch die Frage, wie die Jungen mit Blick auf ihre Abhängigkeit vom Konsum erzogen werden sollten. Konkret verlangte der Erzbischof von Paris, Christen sollten aufmerksam am Leben ihrer Nächsten teilnehmen (19.09.2011 auf kathweb.at).


Münchner Friedensappell fordert Globalisierung der Gerechtigkeit

Taube Mit einem gemeinsamen Friedensappell ist am Dienstagabend (13.09.2011) in München das Friedenstreffen zu Ende gegangen. Darin rufen die Vertreter der Religionen zu einer Globalisierung der Gerechtigkeit auf.Die Religionen sollten auch nach dem Treffen im Dialog bleiben, jeder einzelne Teilnehmer soll ein Werkzeug des Friedens sein, heißt in dem Appell, der auf dem Marienplatz verlesen wurde. Weiterlesen


Energiewende auch bei uns: Pfarrei bezieht Ökostrom!

ÖkostromAuf Anregung des Sachausschusses "Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit" hat die Kirchenverwaltung im Juli 2011 beschlossen, auf Ökostrom umzusteigen. Ein Teil der Gewinne des Stromanbieters werden außerdem an die Kirche für energiesparende Investitionen zurückgezahlt. Der Sachausschuss empfiehlt allen Pfarrgemeindemitgliedern, auf Ökostrom umzustellen und damit die Energiewende zu unterstützen und zur Bewahrung von Gottes Schöpfung beizutragen. Wie das ganz einfach geht, lesen Sie beim Energieforum Zorneding.


Bewahrung der Schöpfung: Drittes Treffen am 21.07.2011

Bewahrung der SchöpfungAm 30.Juni 2011 war der Bischöfliche Beauftragte für Fragen der Kirche und Umwelt, Herr Mattias Kiefer beim Sachausschuss "Bewahrung der Schöpfung". Er hat die theologische Begründung kirchlichen Umweltschutzes erklärt und uns geschildert, wie Umweltarbeitskreise anderer Pfarreien arbeiten. Hier seine Präsentation. Wenn wir als Christen gerecht leben wollen, müssen wir auch die Nachhaltigkeit beachten. Das bedeutet Gerechtigkeit ggü. armen Menschen, den zukünftigen Generationen sowie den Tieren als unsere Mitgeschöpfe. Wer darüber nachdenkt, kommt automatisch zu dem Schluss, dass wir unsere Lebensweise ändern müssen. Denn, so Kiefer: "Beim Klimawandel geht es um nichts weniger als das mittelfristige Überleben der Menschheit. Und eines ist klar: So weiterleben wie bisher können wir nicht". Am 21.07. fand das dritte Treffen statt, wir haben für Herbst geplant.


Sachausschuss erfolgreich gestartet

Bewahrung der SchöpfungAm Dienstag, den 10. Mai 2011 trafen sich 10 Interessierte zum ersten Treffen des vom PGR ins Leben gerufenen Sachausschusses „zur Bewahrung der Schöpfung“. Nach einem besinnlichen Einstieg und einer Präsentation "Wer wie was, wieso weshalb warum" wurden mögliche Betätigungsfelder diskutiert. Der Ausschuss wird z.B. den Energieverbrauch der Kirchengebäude untersuchen. Das nächste Treffen wird im Juni stattfinden.
Als konkrete nächste Schritte sind folgende Themen ausgewählt worden:
- Umweltmanagement für die Gebäude der Pfarrei (Beginn Ökostrom-Antrag an Kirchenverwaltung)
- Regionales, d.h. umweltfreundliches Einkaufen von Lebensmitteln sowie der Faire Handel
- Gerechtigkeit und Energie, Bewusstsein schaffen, Energiesparen